Mythos Nationaler Sozialismus: die Organisationswirtschaft der Nationalsozialisten

Der Nationalsozialismus ruft Abscheu und zuweilen auch Anerkennung hervor. Auf dem Feld der Wirtschaft hätten die Nationalsozialisten gezeigt, dass ein wirtschaftliches Wunder organisiert werden kann: Der Wiederaufstieg nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, dem destruktiven Versailler Vertrag und der verheerenden Weltwirtschaftskrise sei mit Autobahnbau, Arbeitsbeschaffung und Aufsehen erregender Bau- und Industrietätigkeit gelungen, der Aufschwung bei den Menschen angekommen. Wenn nur der Krieg nicht gewesen wäre. Hitler hätte sogar bei freien Wahlen eine überwältigende Zustimmung erhalten, etwa auf dem Gipfel seines Ansehens 1938. So oder so ähnlich lauten Äußerungen, was nichts daran ändert, dass sie bis auf eine Ausnahme grundfalsch sind. Propaganda und perspektivische Einfältigkeit verstellen den Blick für das Wesentliche.

Nationalsozialismus = Krieg

Tatsächlich zielte die wirtschaftliche Tätigkeit der Nationalsozialisten von Beginn an auf den Krieg. Der Krieg war Ziel und Fluchtpunkt des Dritten Reiches. Hitler strebte eine rassistisch-hegemoniale Neuordnung Europas an. Bereits 1936 betrug der Anteil der empor schnellenden öffentlichen Ausgaben für die Kriegsrüstung 58 Prozent! Dementsprechend rasant stieg die (kurzfristige) Staatsverschuldung. Zugleich wurden die Sparer auf perfide Weise enteignet – heimlich wurde das Ersparte durch Staatsanleihen ersetzt. Das Regime schleppte sich in der Friedenszeit von einer Außenwirtschaftskrise zur nächsten und unterwarf Südosteuropa einem hegemonialen Clearingssystem. Noch vor dem Krieg musste ein Rationierungssystem für Lebensmittel eingeführt werden. Die Ernährung der Kinder hatte sich bereit Mitte der 1930er Jahre signifikant verschlechtert und auch die Qualität von Konsumgütern, darunter Kleidung, nahm drastisch ab. Der Autobahnbau, dessen Pläne aus der Weimarer Zeit stammten, blieb für den auf einer Rüstungskonjunktur fußenden inflationären Wirtschaftsaufschwung eine Randerscheinung. Der Wendepunkt der Wirtschaftskrise lag bereits vor der Machtübertragung. Gleichwohl wäre Hitler von der Masse der Deutschen 1938 in freien Wahlen mit annähernd sozialistischer Quote als Führer und Reichskanzler bestätigt worden.

Die Überwindung der Wirtschaftskrise war nur ein Herrschaft sichernder Zwischenschritt auf dem Weg in den rassistischen Eroberungs- und Vernichtungskrieg. Die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten führte also nicht aus der, sondern in die Katastrophe. Die Wirtschaft wurde dazu konsequent der Aufrüstung unterworfen: Alles für den Krieg, lautete die Devise. Mit Hitlers Worten 1936: „I. Die deutsche Armee muß in 4 Jahren einsatzfähig sein. II. Die deutsche Wirtschaft muß in 4 Jahren kriegsfähig sein.“ Die einzigartige Aufrüstung gelang, weil die Nationalsozialisten von Beginn an die – nicht zuletzt unter internationalen Missständen und Strukturproblemen leidende – Weimarer Krisenwirtschaft konsequent vermachteten. Das Ergebnis war weniger ein nationaler Sozialismus in Form einer Planwirtschaft als vielmehr eine nationalsozialistische Organisationswirtschaft, die sich zwar herkömmlichen Maßstäben entzieht, aber doch eine dezidierte Staatswirtschaft darstellte. „Das ‘Dritte Reich’ verlagerte mehr Ressourcen zu Friedenszeiten in die militärische Produktion, als es jemals ein anderer kapitalistischer Staat im Laufe der Geschichte getan hat.“ urteilt der britische Historiker Adam Tooze, Verfasser der aktuellsten Wirtschaftsgeschichte des Dritten Reiches. Wie war das möglich?

Nationalsozialismus + Wirtschaft = Organisationswirtschaft

Antworten gibt die politische Ökonomie mit ihren Schlüsselfragen: Wer kontrolliert die Produktion? Wer hat Zugang zu den Hebeln der Macht? Wie sieht das innere Gefüge der Volkswirtschaft respektive des politischen Systems aus?

Vereinfacht gesagt blieb Hitler zwar in ökonomischen Belangen der „große Diktator“, allerdings ohne ordnenden Plan. Zudem trugen seine zahlreichen Diadochen schwer überschaubare Kämpfe vor und hinter den Kulissen des Dritten Reiches um Zuständigkeiten und Ressourcen aus. Dementsprechend waren die wirtschaftspolitischen Aktivitäten der Nationalsozialisten geprägt durch einen umfassenden, konkurrierenden Interventionismus – Hermann Göring gegen Hjalmar Schacht (Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister), Schacht versus Walter Darré (Reichsnährstand), Robert Ley (Deutsche Arbeitsfront) versus Franz Seldte (Arbeitsminister) und so weiter und so fort. Ziel war die Vereinnahmung und Lenkung von Gruppen, darunter die Unternehmer und Arbeiter, von Märkten, nicht zuletzt der Arbeits- und der Agrarmarkt, und von Abläufen, etwa durch Zuteilung von Rohstoffen. Die Eingriffe reichten bis zur Enteignung von Regimekritikern und Juden („Arisierung“). Anders als im sozialistischen Pendant der sowjetischen Zentralverwaltungswirtschaft beruhte der nationalsozialistische Interventionismus allerdings nicht auf Planung, sondern vielmehr auf einer umfassenden Organisationstätigkeit. Diese lässt sich systematisch in zwei Bereiche aufgliedern.

Organisationen

  1. Die Bildung von großen Organisationen wie dem Reichsnährstand, der Deutschen Arbeitsfront und dem Vierjahresplan, die allesamt als gigantische Konzerne der Macht das Wirtschaftssystem mit einer neuen Struktur, mit neuen Prozessen und Zusammenhängen, also mit einer neuen Organisation versahen. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) bildete beispielsweise einen zentralen Baustein des „braunen Kollektivismus“ (Ronald Smelser). Unter der Führung von Robert Ley wuchs die sich herkömmlichen Kategorisierungen entziehende Organisation schnell und rastlos, insbesondere nach der Zwangserfassung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und ihrer Erweiterung zu einem wirtschaftlichen Konzern. Zusammen genommen arbeiteten 1944 fast 200.000 Beschäftigte – im Jahr 1933 waren es noch weniger als 40.000 gewesen – und damit mehr Menschen als im gesamten Siemenskonzern für das Wirtschaftsimperium; zugleich überstieg der Umsatz 1942 mit über 2 Mrd. RM ebenfalls den des Elektrokonzerns. Zu den wirtschaftlichen Aktivitäten der DAF gehörten Banken wie die 1942 drittgrößte deutsche Bank: Bank der Deutschen Arbeit, ferner Versicherungen wie die Volksfürsorge, der damals zweitgrößten Versicherung, die noch bis 2008 als eigenständiges Unternehmen bestand, und Verlage, aber auch Konsumgenossenschaften. Neben Wohnungsgenossenschaften sowie Bau- und Siedlungsgesellschaften waren auch Fahrzeug- und Schiffbau, darunter das Volkswagenwerk, Teil des wirtschaftlichen Konglomerats. Das Wirtschaftsimperium diente Leys Machtstreben in Form eines ökonomischen Unterbaus. Die Ansprüche waren totalitär, tatsächlich entstand ein Staat im Staate, dessen Wesen ganz im Einklang mit der NS-Ideologie stand: Antisemitismus, Bellizismus und Erziehung der Bürger zu Mitgliedern der Volksgemeinschaft. Dementsprechend hat Rüdiger Hachtmann den zeitgenössischen Begriff „volksgemeinschaftlicher Dienstleister“ für den DAF-Konzern gewählt.

Die gigantischen NS-Organisationen strukturierten das Wirtschaftssystems in beherrschbare Teilbereiche.

Organisieren

  1. Parallel dazu übten die Nationalsozialisten eine vielgestaltige Organisationstätigkeit aus. Diese äußerte sich in einer revolutionären Veränderung des Rechts, ferner einer umfassenden Bürokratisierung und willkürlichen ad hoc Interventionen. Die nationalsozialistische Organisationstätigkeit lässt sich als ungeregelt, ungeplant und ungehemmt charakterisieren. Der autoritäre Zugriff erfolgte über das Ersetzen von Markt durch Befehl, durch quasi-staatliche Monopolisierung von Arbeit, Kapital und Rohstoffen sowie persönliche Interventionen zu Gunsten einzelner Unternehmen oder zuvor thematisierter Herrschaftsbereiche, etwa in der Rohstoffzuteilung oder in (nationalen) Zuständigkeitsfragen. Im Zuge der rüstungskonjunkturellen Überhitzung nahmen 1937 Verteilungskämpfe zwischen Kontingentträgern und ihren Rüstungsunternehmen, zwischen den drei Wehrmachtteilen, Branchen und Unternehmen an Intensität zu. Zur Steuerung nutzten die Nationalsozialisten u.a. das Arbeitsverwaltungs- und das Arbeitsstrafrecht, das zunehmend das Arbeitsvertragsrecht verdrängte.

Organisation bildete eine zentrale Kompetenz, eine Kernkompetenz der Nationalsozialisten, mit der sie sich umfassende Einflussmöglichkeiten sicherten und so das Wirtschaftssystem auf Kriegsrüstungskurs brachten. Es gab zwar noch Preise und Märkte, aber die Staatswirtschaft dominierte. Mit Abnahme- und Preisgarantien lenkten die Nationalsozialisten Unternehmen, die ihre interne Entscheidungsvorbereitung vielfach an politischen Vorgaben bzw. an den Ergebnissen politischer Preisverhandlung ausrichteten. Im Ergebnis konnten die Nationalsozialisten eine „inhaltliche Umprogrammierung von Entscheidungsprozessen“ für die „übergroße Masse der Standort-, Produktions- und Investitionsentscheidungen“ (Werner Plumpe) realisieren. Gewinne wurden wie die Sparguthaben zu ungedeckten Schecks auf eine siegreiche Zukunft.

Vom Unternehmer zum Betriebsführer

Das Beispiel der Degussa vermag die Facetten unternehmerischer Verhaltensweisen im NS-Regime exemplarisch zu illustrieren. Peter Hayes prägte dafür die Formel: „Von der Zusammenarbeit zur Mittäterschaft“. Die Aktivitäten der Unternehmensführung waren durch eine Unterordnung unter einen als unbeeinflussbar beurteilten Primat nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik, gute Beziehungen zum Regime und infolgedessen außerordentliche Profite bis zur Kriegswende gekennzeichnet. Zu Kriegsende hatte die Unternehmensleitung jedoch „ein schauerliches Durcheinander von Resten des einstigen Unternehmens vor sich“. Anpassung, Identifikation und Propagierung der NS-Ziele prägen die Stationen der Degussa im Dritten Reich. Leitlinie war das Motto von Konzernchef Ernst Busemann: „Es hat keinen Zweck, gegen den Strom zu schwimmen.“ Zugleich verlagerten sich die unternehmerischen Aktivitäten von der Investition zur Marktsicherung. Autarkie und Aufrüstung beschränkten zunehmend die Handlungsfreiheit, so dass Degussa vorwiegend reagierte. Die Sparte der Russproduktion zeigt, wie ökonomisch-rationales Handeln in einem neuen nationalsozialistischen Ordnungsrahmen zu einem intensiveren Engagement in der Aufrüstung führte.

Politische Organisation statt Markt

Es erstaunt nicht, dass parallel zu dieser Organisation von Interessen Entscheidungen immer weniger Ausdruck von Marktprozessen waren. Bereits dass Weimarer Wirtschaftssystem war in seiner Auflösungsphase durch vielfältige Formen des Interventionismus weit gehend fragmentiert, konzentriert und deformiert. Unter dem NS-Regime wurden politische Entscheidungen zum Maßstab der Wirtschaftsweise. Im Zuge von „Politischen Prozessen“, also Machtkämpfen hinter den Kulissen, siegte nicht ökonomischer Sachverstand, sondern die im sozialdarwinistischen Wettkampf mobilisierte Durchsetzungsfähigkeit einzelner Protagonisten wie dem Beauftragten des Vierjahresplans und zeitweiligen Reichswirtschaftsminister Hermann Göring, seinem Amtsvorgänger, dem Reichsbankpräsidenten, Reichswirtschaftsminister und Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft Hjalmar Schacht, oder dem Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront Robert Ley. Nicht ökonomische, sondern eben Politische Prozesse wurden fortan zum dominierenden Entscheidungsmuster auf allen Ebenen. Die Mobilisierung von Macht, das Organisieren von Verbündeten, das Herbeiführen einer Entscheidung des Führers, eines Führerbefehls, standen im Mittelpunkt der Kämpfe um knappe Ressourcen. Als besonders geschickter Spieler profilierte sich Göring, dessen Aufstieg zum Wirtschaftsdiktator seine Stellung als „zweiter Mann im Dritten Reich“ festigte. Hitler übte eine Schiedsrichterfunktion aus und räumte der Wirtschaft lediglich eine dienende Funktion bei der Verfolgung seiner Weltanschauung ein. Ein hellsichtiger Zeitgenosse bezeichnete diese Entwicklung als „The End of Economic Man“ (Peter F. Drucker).

Kommando über die Wirtschaft = Kommando über das Leben

Möglich wurde all dies, weil die Nationalsozialisten eine grundlegende Umwertung der Kultur, der ökonomischen und gesellschaftlichen Wertmuster beförderten. Die Errichtung eines Rassestaates zog die fundamentale Transformation des organisierten Kapitalismus der Weimarer Republik und des späten Kaiserreichs in eine nicht-ökonomische Beute- und Befehlswirtschaft nach sich. Etabliert wurde eine „Kultur des Krieges“. Der Kulturwandel war umfassend und trug quasi-religiöse Züge. Augenfällige Symbole wie Führerkult, paramilitärische Zeremonien in Unternehmen, darunter Gefolgschaftsappelle von Betriebsführern, zu denen die gesamte Belegschaft antrat, und eine spezifische NS-Sprache sowie einer allgemeinen Uniformierung gehörten dazu. Die Umwertung der Werte stellte Rassismus, Lebensraumgedanke und Sozialdarwinismus als neue Trinität in den Mittelpunkt. Der Nachhall dieser institutionellen Verwerfungen ist bis heute spürbar. Bereits 1944 stellte Friedrich August von Hayek in „Der Weg zur Knechtschaft“ hellsichtig klar: „Wirtschaftliches Kommando ist nicht nur das Kommando über einen Sektor der menschlichen Lebens, der von den übrigen getrennt werden kann; es ist die Herrschaft über die Mittel für alle unsere Ziele. Wer die alleinige Verfügung über die Mittel hat, muß auch bestimmen, welchen Zielen sie dienen sollen, welche Werte höher und welche niedriger veranschlagt werden müssen, kurz, was die Menschen glauben und wonach sie streben sollen.“

Lehren aus Politisierung und Vermachtung

Wichtige Lehren lassen sich bei aller Unvereinbarkeit von Ideologie und Zielrichtung des NS-Wirtschaftssystems auch für die aktuellen wirtschaftspolitischen Debatten gewinnen. Dazu zählt vor allem der Interventionismus der Nationalsozialisten, der auf einem Glauben der Machbarkeit, der Erreichbarkeit wirtschaftspolitischer Ziele durch engagierte staatliche Steuerung von Experten beruhte. Gepaart mit der partikularen Dominanz organisierter Interessen und privilegierter Zugänge zur Staatsmacht entstand ein unauflösbares Rückkopplungsgeflecht, das immer neue Eingriffe erforderlich machte. Das Recht wurde pervertiert, tatkräftiges pragmatisches Handeln avancierte stattdessen zum Leitbild. Zugleich legten Marktprozesse und Politische Prozesse die Unzulänglichkeit des Systems in immer neuen Krisen offen.

Die nationalsozialistische Wirtschaftsweise (Organisationswirtschaft) litt strukturell unter den gleichen Systemdefekten wie der sowjetische Sozialismus (Planwirtschaft). Wilhelm Röpke, brachte es wie folgt auf den Punkt: Jeder Verteidiger des Kollektivismus sei gezwungen, „den Kollektivismus von einer fünffachen Anklage zu reinigen: 1. dass er außer Stande ist, das Problem der Ordnung und Ergiebigkeit der Wirtschaft befriedigend zu lösen, 2. dass er mit unseren elementaren Freiheits- und Rechtsidealen in Widerspruch gerät, 3. dass er, statt eine Lösung des Monopolproblems zu erreichen, uns in ein unentrinnbares und allumfassendes staatliches Supermonopol hineinführt, das schlimmer ist als alle Privatmonopole, 4. dass er mit den Erfordernissen der internationalen Gemeinschaft unvereinbar ist und 5. dass er eine permanente Inflation unvermeidlich macht.“

Als zeitlose Mahnung sei an Ludwig von Mises tiefgründige Analyse der Bürokratie 1944 erinnert, in der er schrieb: „Wie schön wäre die Welt, wenn der ‚Staat’ nur frei wäre, alle Missstände zu heilen! Es liegt nur ein Schritt zwischen solch einer Mentalität und dem vollkommenen Totalitarismus Stalins und Hitlers.“

 

Literatur (vom Autor):

umfassend: Michael von Prollius: Das Wirtschaftssystem der Nationalsozialisten 1933-1949

kürzer: ders.:

Die emergente Organisation einer ökonomischen Herrschaft. Zur steuerungstheoretischen Interpretation des Wirtschaftssystems der Nationalsozialisten (1933-1939), in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 55 (2007) H. 11, S. 893-915

Die “Kultur des Krieges”. Zur Struktur, Ausprägung und Wirkung der national-sozialistischen “Organisationskultur”, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 53 (2005) H. 5, S. 389-404. zuerst eingestellt bei: eforum-zeitgeschichte 1/2 2003

Zur Geldpolitik der Nationalsozialisten beim Mieses Institut Deutschland: Artikel und Video.