Munter die Bienen, sie summen!

Die Welt geht unter. Das Sterben der Bienen ist ein Alarmzeichen. All hope ist lost. Wir sind dem Untergang geweiht. Hmmm, derart schlicht argumentiert, würde dann auch der Umkehrschluss gelten: Summen die Bienen, brummt das Leben auf der Erde.

Auch die ARD befindet sich im Nahtod-Modus: „Weltweit sterben Bienenvölker. Die Zahlen geben Grund zur Sorge. Wie es zu dem Sterben in manchen Gebieten der Erde kommt, ist bisher weitgehend unklar. Das Massensterben unter den Bienen gefährdet auch die Existenz von Imkern.“ Beim Staatsfernsehen sterben offenbar die Imker gleich mit.

Wikipedia weiß es besser: „Eine Analyse der Bestandsentwicklung global bewirtschafteter Bienenvölker kann die These eines so verursachten globalen Bienensterbens jedoch nicht stützen; vielmehr zeigen sich überregional und regional sehr unterschiedliche Befunde von Zu- und Abnahmen der Dichte von Bienenvölkern.“

Sehr lesenswert ist ein aktuelles Novo-Interview: „Der Fehler steht hinterm Kasten“. Eigentlich handelt es sich um ein Interview von Susanne Günther, einer versierten Philosophin, Redakteurin und sauberen Rechercheurin, mit dem Bienen-Fachmann Gerhard Liebig. Liebig hat sich fast vier Jahrzehnte wissenschaftlich mit Bienen-Populationen befasst. Er kritisiert den sachlich nicht begründeten Alarmismus der Bienentodhysteriker und die Kampagnen gegen die moderne Landwirtschaft – kurz: Es gibt kein Bienenmassensterben. Wer sich auf dem Blog von Susanne Günther die Kommentare anschaut, erkennt zudem ähnliche Argumentationsmuster wie sie die Kilmahysteriker verwenden.

Wer nicht das ganze Interview lesen möchte, dem empfehle ich folgenden Appetithappen:

Was meinen Sie, wird man bei uns die Obstbäume bald auch per Hand bestäuben müssen wie in China?

Das ist ein Beispiel, wie durch ständige Wiederholung die Lüge, wenn nicht zur Wahrheit, aber zur Tatsache wird. Mit dem Kinofilm „More than Honey“ wurde diese Behauptung im November 2012 in die Welt gesetzt. Im Fernsehen wurde dieser preisgekrönte Film mehrmals ausgestrahlt. China ist Honigexportland! Die Völkerdichte liegt in China höher als in den USA. Die Apfelproduktion hat sich in China seit den 1990er-Jahren bei nahezu konstanter Anbaufläche mehr als verfünffacht. Die Handbestäubung in China wird praktiziert, wenn es darum geht, neue Apfelsorten zu züchten, die auch für den Export geeignet sind.

Ich halte fest: 1. Das durch den Menschen verursachte Massensterben der Bienen findet nicht statt. 2. Das durch den Menschen verursachte Massensterben der Insekten findet nicht statt – die einschlägige Studie wurde als Fake-Wissenschaft entlarvt. 3. Der durch den Menschen verursachte Klimawandel findet nicht statt oder verzögert sich zumindest dramatisch. Also: relax and listen: What a wonderful world!