Wider die ideologisierte Weltoffenheit

Treffend, auf den Punkt gebracht hat Heinz Theise die Herausforderung unserer Zeit. In seinem Gastkommentar für die „Es war überfällig, die Widersprüche einer ideologisierten Weltoffenheit zu thematisieren“ NZZ konstatiert der Professor für Politikwissenschaft an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfahlen in Köln:

  • Wir leben in einer Zeitenwende. Die von den USA dominierte liberale Weltordnung ist zu Ende, zuvor war die Sowjetunion untergegangen. Heute fehlen Ordnungsstrukturen in einer multipolaren Welt.
  • Die Hauptaufgabe des Staates ist der Schutz der Bürgern nicht am Hindukusch, sondern an den Grenzen der EU-Staaten.
  • Erforderlich ist eine Lösung, die Wege zwischen Universalismus und Partikularismus, zwischen Internationalismus und Nationalismus finde.

Es wird Zeit, auch abweichende Meinungen im Spannungsfeld von Weltoffenheit und Stabilität politisch zu integrieren.“ Der Weg führt – wie schon in den frühen 30er Jahren von Alexander Rüstow zur Erneuerung eines liberalen Gemeinwesens gefordert – zur Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung des Staates und der Ansprüche.