Soziale Gerechtigkeit ist out

Soziale Gerechtigkeit bedeutet: der Staat behandelt Menschen ungleich. Die einen werden bevorzugt und bekommen das Geld von denen, die benachteiligt werden. Soziale Gerechtigkeit ist ein politischer Spaltpilz: Voller Neid werden die Wohlhabenden angefeindet und die Armen bejammert. Was wir brauchen ist eine Leistungskultur. Was wir brauchen ist Haltung und die Bereitschaft, mehr noch, den Willen, das Land voranzubringen statt immer nur staatlich abzukassieren. Anstrengen, Ärmel hochkrempeln, besser machen, noch besser machen. Hört auf zu jammern!

Wie absurd die Gleichmacherei der sozialen Gerechtigkeit ist, illustriert die Rente. Frauen müssten erst später als Männer in Rente gehen dürfen, weil sie eine durchschnittlich längere Lebenserwartung haben. Komisch, ist gar kein Thema. Aber, halt! Das Renteneintrittsalter müsste nach Branchen unterschiedlich gestaffelt werden. Allerdings ist es auch dort in erheblichem Maße individuell bestimmt, je nach Karriere- und Gesundheitsverlauf. Damit wird es im Vorhinein unmöglich das sozial gerechte Renteneintrittsalter festzustellen. Und hinter her ist es zu spät.

Was tun? Versichern statt umverteilen! Und jeder entscheidet selbst, wann er sich den Ruhestand leisten möchte. Fertig.

Übrigens wies der frühere Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der George Mason University Don Boudreaux darauf hin, dass es Menschen gibt, die auf staatliche Unterstützung verzichten. Für sie ist es eine Frage der Ehre, sich selbst zu helfen. So hätte sein arbeitslos gewordener Vater auf Lebensmittelkarten verzichtet. Die Familie musste sich einschränken. Es war eine harte Zeit. Aber der Vater bewies Haltung. Der Sohn wurde Professor.

Längst ist der Staat zum Instrument der sozialen Revolution geworden. Das muss ein Ende haben. Soziale Gerechtigkeit ist dermaßen out, dass sogar die SPD mit der Kamelle im Wahlkampf untergehen wird. Zeit für eine freie Gesellschaft mit der bewährten Doppelstrategie: Wohlstand für jedermann erhöhen, Selbstverantwortung übernehmen und die, die mehr haben, übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen.