Reformministerium

Reformen in Deutschland sind überfällig. Eine strukturelle Reform des Staates gehört an erster Stelle dazu. Leider ist immer weniger absehbar wie das gelingen soll. Der Wohlfahrtsstaat kennt keine Grenze. Darin ähnelt er dem Sozialismus. Das Milchpreisbeispiel von Ludwig von Mises beschreibt den Mechanismus. Regulierung und Umverteilung treten an die Stelle von Verstaatlichung und Planung im roten Sozialismus und Beschränkung der Verfügungsrechte und Organisation im braunen Sozialismus. Bei allen deutlichen Unterschieden in der Substanz, es ist die schiefe Ebene, die dem Wohlfahrtsstaat innewohnt und ihn so uferlos und unreformierbar macht.

Nun gibt es einen gewitzten Vorschlag: die Errichtung eines räuberischen Ministeriums. Ein solches Ministerium wächst durch das Schrumpfen der etablierten Ministerien. Wer Bürokratien von innen kennen gelernt hat, weiß, dass diese einem immanenten Wachstumsdrang unterliegen. Bürokraten verfolgen Karriereziele, und die bestehen nicht in der Produktion besserer Produkte, weil es überhaupt keine marktfähigen Bürokratieprodukte gibt, sondern in der Ausweitung von Zuständigkeiten und Usurpation von Ressourcen. Wenn nun ein Ministerium errichtet wird, das anteilig auf Kosten anderer Ministerien wächst, dann ließe sich ein Bürokratieabbau verwirklichen, der die Logik der Bürokratie nutzt.

Mehr zu der innovativen Idee gibt es auf ScienceFiles.