Journalistische Bruchlandung – demokratischer Aufbruch

Die Journaille hadert mit dem Ende der Jamaika-Sondierungen. Schlimmer als beim Staatsfernsehen mit dem impertinenten Auftritt von Frau Slomka kann man sich kaum ins Abseits stellen. Drei fundamentale Defizite sind so unübersehbar geworden: Voreingenommenheit statt sachgerechter Arbeit, Emotionalität statt Professionalität, handwerklich schlechte Arbeit.

Die Vorwürfe des Lügen- und Lückenjournalismus finden neue Nahrung. Zugleich gab Christian Lindner ein Musterbeispiel ab für Rhetorikschulungen und für staatsmännisches Verhalten.

Besonders bemerkenswert ist die politische und pseudomoralische Voreingenommenheit der Journaille. Wer sich auf die Regierungsfähigkeit versteift und eine Jamaika-Koalition als alternativlos ansieht, leistet schlechte Arbeit. Es gibt noch zwei weitere Konstellationen:

  1. CDU und Grüne könnten ihren Ökosozialismus geradezu ideal mit der Partei Die Linke anstelle der FDP realisieren.
  2. CDU und FDP könnten mit der AfD eine bürgerliche Koalition bilden.

Sollte es zu Neuwahlen kommen, stehen die Wähler vor zwei Lagern. Die SPD gehört mit Masse zum ersten etatistisch-dirgistischen Lager. Die CDU ist zwischen beiden zerrissen.