Extremwetterschwindler: 1342 war es viel schlimmer

Inzwischen wird es albern. Clowns sind seriöser. Egal wie das Wetter ist, der Menschen gemachte Klimawandel soll die Ursache sein.

Gewarnt wurde vor einer Hitzewelle. Ein Rekord jage den nächsten. Leider liegt eine mehr als ein Jahrzehnt währende Stagnationsphase hinter uns. Zudem ist das der gefühlt schlechteste, weil nasseste Juli seit langem (tatsächlich fiel in den letzten 20 Jahren nur 2011 noch mehr Niederschlag im Südwesten von Berlin). Die Temperaturen gleichen eher einem milden Winter, wie eine muntere Stimme in meiner Umgebung zu sagen pflegt.

Nun regnet es also zu viel. Das ist dann ein Extremwetterereignis. Ja genau, wie es in der Menschheitsgeschichte bei sich ständig veränderndem Wetter und wandelndem Klima eben zuweilen der Fall ist. Doch halt – extrem? Und Menschen gemacht?

Im Juli 1342 gab es eine verheerende Überschwemmung ein ganz Europa. Das sogenannte Magdalenenhochwasser soll sogar das schlimmste Hochwasser im gesamten 2. Jahrtausend gewesen sein. Allein in der Donauregion starben über 6.000 Menschen. Fast alle Brücken wurden zerstört. Flussläufe änderten sich. Vorangegangen waren ein schneereicher Winter mit Hochwasser im Zuge der Schneeschmelze, eine Hitzewelle, die die Böden austrocknete und drei Tage starker Regen.

Das nenne ich extrem. Und das war genauso Menschen gemacht wie heute, aber nur für die Menschen, die an die Allmacht der Menschen glauben und sich zu wichtig nehmen. Ihr Wetterfrösche kriegt doch nicht einmal eine Dreitagevorhersage korrekt hin.