Der Wohlfahrtsstaat mindert die Wohlfahrt

Ein Blick auf die Einkommenssteuer verdeutlicht, warum weniger Staat mehr Wohlfahrt bedeuten würde.

In Deutschland ist die Einkommenssteuer die ergiebigste Quelle der Staatseinnahmen: 239 Milliarden Euro und damit ein Drittel des Haushalts werden den Bürgern weggenommen. Die Initiative für soziale Marktwirtschaft hat folgende Fakten übersichtlich zusammengetragen:

  1. Die Steuerbelastung steigt stetig – die Einnahmen durch die Einkommenssteuer steigen stärker als die Löhne.
  2. Die Steuerquote steigt stetig – von jedem erwirtschafteten Euro müssen immer mehr Cent an den Staat abgegeben werden.
  3. Die Steuerlast für mittlere Einkommensbezieher steigt stetig – Singles und Ehepaare werden stärker belastet.
  4. Die Steuerlast für die Mittelschicht steigt schnell – Haushalte mit unterem und mittlerem Einkommen müssen mit jedem mehr verdienten Euro mehr Steuern zahlen (Progression).
  5. Deutsche Steuerzahler stehen im internationalen Vergleich schlecht da – in den meisten Ländern sind die Einkommenssteuern niedriger – und hohe Sozialabgaben kommen noch hinzu.
  6. Normalverdiener müssen den Spitzensteuersatz bezahlen – nämlich alle, die das Anderthalbfache des durchschnittlichen Einkommens erhalten.
  7. Die oberen 10% bezahlten mehr als 50% des Aufkommens der Einkommenssteuer – 1% der Steuerzahler bezahlen 22,2% und 20% bezahlen 71,7%.

Hinzu kommt, dass der Soli ein Etikettenschwindel ist, weil nur ein Bruchteil in den Aufbau Ost fließt, aber das ist der übliche Steuer-Fake wie beim Rauchen für die Rente. Angesichts Rekordsteuereinnahmen und einem beklagenswerten Zustand von Infrastruktur und Bildung gehört die Gemeinwohlorientierung vieler Politiker ebenfalls zu den Fake News.