Bücher und Rezensionen

Blaupause für ein Fiasko

Sparen bedeutet Nichtkonsumieren. Sparen heißt für die Zukunft vorsorgen – mit Kapital von heute. Sparen bedeutet hingegen nicht, etwas nicht auszugeben, was man nicht hat, wie es leider permanent zur Austeritätspolitik heißt. Sparen und Konsum sind individuelle Entscheidungen, die nicht politisch gesteuert werden dürfen. Sparen ist eine Tugend und die Grundlage von Wohlstand und Wachstum. Wenn Menschen mehr konsumieren, können ...

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Einer bietet den Hexenjägern die Stirn

Vor 300 Jahren wurde bei der Hexenjagd all jenen der Prozess gemacht, die sich der herrschenden Lehre widersetzten. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich bekanntlich. Ramin Peymani, iranischstämmiger Buchautor und Publizist, urteilt: „Demokratie und Rechtsstaat leiden sichtlich unter dem Diktat einer mächtigen ‚Meinungselite’, die jeden ächtet, der nicht bereit ist, sich dem links-grünen Kanon anzuschließen.“ Wen wundert ...

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Weitere Einführungen in die Ökonomik

Ludwig von Mises: Der freie Markt und seine Feinde. Pseudowissenschaft, Sozialismus und Inflation, mises.at 2016, 133 S., 14,90 EUR (Taschenbuch). Im Sommer 1951 hielt Ludwig von Mises eine Vorlesungsreihe an der Foundation of Economic Education (FEE) in Irvington on Hudson. Mitschriften von neun Vorlesungen sind in dem Buch versammelt. Alle sind sehr verständlich gehalten, zumal kein Fachpublikum, sondern eine interessierte ...

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Die Freiheit, die ich meine

Freiheit und Revolution wäre in meiner Wahrnehmung ein passender Titel für den Essay von Hannah Arendt. Die politische Theoretikerin denkt eigentümlich frei, gleichsam „ohne Geländer“, darüber nach, was Freiheit beinhalten sollte. Ihre historische Spurensuche nach dem Inhalt von Freiheit ist gekoppelt an Gedanken über Revolutionen, insbesondere die amerikanische und französische Ende des 18. Jahrhunderts, deren eigentliches Ziel für sie Freiheit ...

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Ausgezeichnete Dummheit

Was für ein Miesepeter! Dabei ist Ilija Trojanow ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, der noch dazu im schönen Wien lebt. Warum eigentlich miesepetrig und ausgezeichnet? Seine „politische Stellungnahme“ trägt den Titel „Der überflüssige Mensch“ und ist vollkommen überflüssig. „Schuster bleib bei Deinen Leisten!“ möchte ich dem Schriftsteller zurufen, doch der hat sich bereits als Koch probiert und ein Menü serviert, das ...

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Markt für Bildung

Staatliche Bildung scheint alternativlos zu sein. Es gibt keine Debatte über Wettbewerb und Vielfalt, allenfalls die ritualisierten Klagen über den miesen Zustand von staatlichen Schulen, den Lehrermangel, schlechte Schülerleistungen, noch schlechtere Schülerleistungen und Gewalt an Schulen. Die Folge: Hilflose Forderungen nach mehr staatlichen Investitionen in die Bildung. Und natürlich Warnungen vor dem bösen Markt und der unweigerlichen Folge der totalen ...

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Einfalt statt Vielfalt: Multikulturalismus und seine Gegner

Multikulti ist gescheitert, wird dennoch als bunt und erstrebenswert gepriesen, zugleich aber auch heftig attackiert. Ersteres zu recht. Die Befürworter und Gegner sind hingegen beide auf dem Holzweg. Warum, das zeigt der britische Publizist indischer Herkunft Kenan Malik in seinem erhellenden Essay auf: Das Unbehagen in den Kulturen. Vier Jahre nach der englischen Erstauflage hat Johannes Richardt die deutsche Übersetzung ...

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Die Mutter aller Finanzskandale

Wer hätte das gedacht? Im biederen München der 1870er Jahre verursachte eine Schauspielerin mit dem eigentümlichen Namen Adele Spitzeder für einen spektakulären Finanzskandal. Mehr als 30.000 Menschen, vor allem Arme und kleine Leute, darunter Handwerker, Soldaten und Polizisten, waren von der Implosion der sogenannten Dachauer Bank betroffen. München hatte damals nur rund 150.000 Einwohner. Der Zusammenbruch des Schneeballsystems zog eine ...

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